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| 04-08-2026 | MXGP News |
Top-Resultat für Max Spies in „Lommelwood“ |
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Nur eine Woche nach Loket stand für Max mit dem MXGP of Flanders im belgischen Lommel bereits das nächste WM-Wochenende auf dem Programm. Die Strecke gilt mit ihrem tiefen Sand als eine der härtesten Prüfungen im Kalender – und die Vorbereitung war alles andere als ideal: Max musste unter der Woche eine Erkrankung auskurieren, absolvierte nebenbei ein Trainingslager und war seit dem ADAC MX Masters in Tensfeld nicht mehr im Sand gefahren. In Belgien war zudem Familienpower angesagt: Sein Vater übernahm die Rolle des Mechanikers, seine Mutter führte das Kommando in der Teamküche. In den Trainings fand das Trio schnell eine gute Abstimmung für das Motorrad. Im Zeittraining fuhr Max auf Platz 16, im Qualirennen am Samstag folgte mit Rang 13 ein starkes Ergebnis.

„Wir sind ganz bewusst locker an das Wochenende herangegangen. Im Sand fühle ich mich grundsätzlich wohl und schon im Qualirennen hatte ich ein richtig gutes Gefühl auf der Strecke. Die Konstellation mit meinen Eltern im Team hat super funktioniert“, sagte Max.
Im ersten Lauf am Sonntag legte Max ein hohes Anfangstempo vor. Vor der Boxengasse überholte er gleich einige Fahrer und schob sich von Platz 15 auf Rang zwölf nach vorne. Als er das nächste Überholmanöver am Wall Jump an der Boxengasse mit einem besonders weiten Sprung abschließen wollte, landete er allerdings etwas zu weit rechts im tiefen Sand. Das Motorrad federte beim Aufkommen so stark ein, dass es ihm die Beine von den Rasten zog und er die Maschine laufen lassen musste. Nach einem kurzen Sprint hinter seiner KTM her ging es als 19. weiter und Max kämpfte sich erneut bis auf Platz 15 nach vorne. Zur Rennmitte folgte dann das Aus: In der Anfahrt zum Wall Jump erwischte er einen Stein, das Vorderrad verkantete und Max flog ohne Motorrad aus rund drei Metern Höhe in den Sand. Nachfolgende Fahrer landeten auf seinem Motorrad, das dabei so stark beschädigt wurde, dass an eine Weiterfahrt nicht zu denken war.
„Das Rennen von der Strecke aus zu Ende schauen zu müssen, war natürlich frustrierend. Aber genau das hat mich für den zweiten Lauf noch mehr angestachelt – ich wollte allen zeigen, was wirklich in mir steckt“, so Max.

Im zweiten Lauf machte Max diese Ansage wahr: Vom 15. Platz pflügte er für zwei Runden bis auf Rang neun nach vorne und hielt sich über die erste Rennhälfte in den Top Ten. Am Ende überquerte er den Zielstrich als Zwölfter und ließ damit etliche Werksfahrer hinter sich. In der Veranstaltungswertung bedeutete das Rang 15, in der WM-Tabelle steht Max weiterhin auf Position 26.
„Mit dieser Vorbereitung kann man sich nicht beschweren – da darf man sich ruhig mal auf die Schulter klopfen. Der Speed für mehr ist auf jeden Fall da, in Lommel ist es am Ende eine Frage der Taktik: Hätte ich am Anfang einen Tick weniger Kraft rausgehauen, hätte es vielleicht schon für eine bessere Position gereicht. Unterm Strich war es ein gelungenes Wochenende und wieder ein Schritt in die richtige Richtung“, zog Max Fazit. “Jetzt steht in dieser Woche ein spezielles Foto- und Videoshooting an. Mehr dazu verrate ich dann zu gegebenem Zeitpunkt. Und am Wochenende geht es nach Gaildorf zur nächsten Runde des ADAC MX Masters. Im Vorjahr konnte ich dort gewinnen, mal schauen, wie es in diesem Jahr läuft.“Results:
Quali: 13 (TP 16)
Fotos: Ralph Marzahn/Winfried Kastler
Online: Stefan Uhlmann