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| 03-08-2026 | WSC News |
Team #17 - Keine großen Sprünge in Litauen |
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Am Ende eines turbulenten Rennwochenendes im litauischen Anyksciai müssen sich Tim Prümmer und Patrick Schneider mit Platz sieben zufriedengeben. In der Weltmeisterschaftswertung der Motocross-Seitenwagen bleibt das Gespann des MSC Kleinhau auf Platz drei. Der dürfte vier Rennen vor Schluss so gut wie sicher sein nach den Ereignissen von Sonntag. Denn die Verfolger Brett Wilkinson und Joe Millard (England) stürzten schwer und blieben ohne Punkte. Der erhoffte Sprung näher heran an die WM-Zweiten Prunier-Brüder Kilian und Evan (Frankreich) ist nicht gelungen. 17 statt vorher 15 Punkte beträgt der Vorsprung der Franzosen jetzt. Auch das liegt in den beiden Rennen am Sonntag begründet. Außer Reichweite sind die Pruniers aber noch lange nicht. „Das war für uns ein schwieriges Wochenende. Wir mussten hart kämpfen, weil wir mit der Strecke nicht gut zurechtgekommen sind. Es lief nicht und trotzdem konnten wir uns behaupten. Das ist am Ende okay“, fasste Tim Prümmer zusammen.

Schwieriges Terrain in Litauen: Tim Prümmer und Patrick Schneider hatten mit dem Mischboden zu kämpfen
In beide Rennen starteten Tim Prümmer und sein österreichischer Beifahrer Patrick Schneider stark. Im ersten Lauf fuhren sie in der Führungsgruppe mit, im zweiten lagen sie sogar ganz vorne. Beide Male fielen sie auf Platz sechs zurück. Das lag vornehmlich daran, dass sie keine großen Sprünge machen konnten. „Es ist uns nicht gelungen, ein Setup für unser Gespann zu finden, das mir auf dieser Strecke ein sicheres Gefühl gibt“, beschreibt Tim Prümmer den Grund für die eher defensive Fahrweise an den Sprüngen. Die Strecke in Anyksciai ist ein Mischbelag aus tiefem Sand und harten Passagen. Im Gegensatz zu Madona/Lettland am Wochenende zuvor, wo das Kleinhauer Gespann Zweiter wurde und wo die Strecke ebenfalls gemischt ist, konnte das Team diesmal kein gutes Gefühl für den Untergrund entwickeln. Also hieß es an den großen Sprungtischen jedes Mal: Gas raus und kürzer springen, um ein höheres Risiko zu verhindern. So konnte die Konkurrenz im doppelten Wortsinn vorbeifliegen.
Schwierig war auch das Überholen. Die tief eingefahrenen Spuren auf der Ideallinie ließen selten alternative Fahrlinien zu. So fuhr das Kleinhauer Gespann im ersten Lauf auf den Briten Dan Foden und seinen deutschen Beifahrer Noah Weinmann auf. Der Kontakt warf den Beifahrer aus dem Boot und unter das Kleinhauer Gespann. Glücklicherweise konnte Noah Weinmann nach dem Abwurf weiterfahren. Kurz darauf wurde der Lauf aufgrund anderer Unfälle abgebrochen und neu gestartet. Für Tim Prümmer und Patrick Schneider verbesserte das die Lage nicht, für die Pruniers dagegen erheblich, weil die Brüder beim ersten Start nicht aus dem Gatter gekommen waren und dem Feld abgeschlagen hinterherfahren mussten.
Nach drei WM-Wochenenden in Folge, zwei davon mit einer langen zusammenhängenden Tour nach Lettland und Litauen, steht jetzt eine sechswöchige Pause an. Am zweiten September-Wochenende steht der vorletzte WM-Stopp im niederländischen Varsseveld an.
Foto: fim/Vandrag
Online: Stefan Uhlmann