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| 22-02-2026 | Enduro News |
Wechselhafte Bedingungen und neue Sieger beim zweiten Lauf des ROCK Oil Enduro Wintercup in Reetz |
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Der zweite von insgesamt drei Läufen des ROCK Oil Enduro Wintercup führte das Fahrerfeld nach Reetz – und einmal mehr spielte das Wetter eine entscheidende Rolle. Nach einsetzendem Tauwetter unter der Woche hatte erneuter Frost am Donnerstag und Freitag zahlreiche Wasserstellen wieder gefrieren lassen. In der Nacht vor dem Rennen setzte zusätzlich Regen ein, der die Strecke erneut antaute und stellenweise tief aufweichte. Bei rund acht Grad am Renntag entwickelte sich so eine anspruchsvolle Mischung aus rutschigem Untergrund, schmierigen Auffahrten, ausgefahrenen Spurrinnen und zunehmend kräftezehrenden Schlammfeldern. Die schwierigen Bedingungen sorgten bereits im Vorfeld für einige Absagen – und verlangten den verbliebenen Startern alles ab.

Der sandige Charakter der Strecke in Reetz brachte dabei eine ganz eigene Dynamik mit sich. Anders als beim Auftakt in Jüterbog war der Boden zwar ebenfalls weich, jedoch deutlich griffiger. Fehler wurden dennoch konsequent bestraft: Wer einmal aus dem Rhythmus kam oder in einer Spur hängen blieb, verlor sofort wertvolle Sekunden – oder musste zusätzliche Kräfte investieren, um das Motorrad wieder freizubekommen. Entsprechend hoch war die körperliche Belastung über die zweistündige Renndistanz.

Sportfahrer: Meyer setzt das Ausrufezeichen
In der Sportfahrer-Klasse setzte Arvid Meyer bei seinem ersten Start in der Serie direkt ein starkes
Zeichen. Mit zehn gefahrenen Runden und einer Gesamtzeit von 2:08:13 Stunden sicherte er sich den
Tagessieg. Besonders bemerkenswert war die Konstanz seiner Rundenzeiten, mit denen er dem hohen
Tempo von Beginn an seinen Stempel aufdrückte.

Das Rennen entwickelte sich zu einem echten Sekundenkrimi: Paul-Erik Huster und Meyer lieferten sich über die gesamte Distanz ein enges Duell und nur Boxenstopp von Huster entschied das Rennen zugunsten von Meyer. Platz drei ging an Felix Bopp, der ebenfalls zehn Runden absolvierte und mit einer geschlossenen Leistung das Podium komplettierte. Damit verschärft sich vor dem Finale auch in dieser stark besetzten Klasse die Ausgangslage erheblich.

E1, E2 und E3: Neue Dynamik im Klassement
In der E1-Klasse übernahm Nico Szebrat früh die Initiative und setzte sich mit neun Runden souverän
durch. Mit kontrolliertem Tempo und sauberer Linienwahl behauptete er sich gegen Noah Rübesamen
und Chris Burkhardt, die ebenfalls über die volle Distanz gingen und das Podium komplettierten.
Die E2 gewann Dino Skoppek, der sich mit ebenfalls neun gefahrenen Runden an die Spitze setzte.
Hinter ihm folgten Jörg Neubauer und Antonio Weilmünster, die sich in einem engen Kampf um die Podestplätze behaupteten. Gerade in dieser Klasse zeigte sich, wie entscheidend saubere Fahrtechnik auf dem rutschigen Untergrund war.
Für zusätzliche Bewegung sorgte die E3-Kategorie: Leon Raimann, der beim Saisonauftakt in Jüterbog noch nicht am Start gewesen war, präsentierte sich in Reetz in starker Form. Mit neun absolvierten Runden sicherte er sich souverän den Klassensieg. Dahinter reihten sich Tino Bauer und Kurt Schubert ein, die ebenfalls konstant durchkamen und wichtige Punkte sammelten.

Konstanz in den Nachwuchs- und Sonderklassen
Während es in den Hauptklassen einige neue Sieger gab, blieben die anderen Klassen fest in vertrauten
Händen. Melvin Gohlke gewann erneut bei den 50ccm-Kids und unterstrich damit seine starke Form. In
der 85ccm-Kategorie setzte sich Lou Wohlhaupt durch. Bei den Senioren Ü55 triumphierte wieder Mario
Süssmuth, ebenso wie Julia Bittner bei den Damen. Auch hier zeigte sich, dass Erfahrung und saubere
Linienwahl auf dem schwierigen Geläuf entscheidende Vorteile brachten. Neuer Sieger war Daniel
Hänel der die Seniorenklasse Ü40 gewann.

Finale in Treuenbrietzen steht bevor
Mit Lauf zwei von drei ist die Ausgangslage vor dem Saisonabschluss nun so spannend wie lange nicht.
Der sandige Kurs in Reetz hat das Klassement spürbar durcheinandergewirbelt und in mehreren Klassen für neue Konstellationen gesorgt.
Bereits am kommenden Samstag fällt die Entscheidung: Dann steht das große Finale des ROCK Oil Enduro Wintercup auf einer neuen Strecke in Treuenbrietzen an. Dort werden die letzten Punkte vergeben – und es wird sich zeigen, wer den Winter am konstantesten gemeistert hat und sich am Ende den Gesamtsieg sichern kann. Bis Mittwoch kann man sich unter www.enduro-wintercup.de noch anmelden.
Alle Informationen zur Serie sind auf www.enduro-wintercup.de zu finden.
Ergebnisse: https://enduro-wintercup.de/ergebnisse-2026/
Fotos:Michel Kuchel
Online: Stefan Uhlmann