online magazin
brandaktuell | ehrlich | unabhängig | direkt
| 06-04-2026 | ADAC MX-Masters News |
Becker Racing Team überzeugt beim ADAC MX Masters-Auftakt in Grevenbroich |
|
Platz 5 in der Teamwertung
Das Warten hatte ein Ende: Erstmals seit 2020 kehrte die ADAC MX Masters Serie am vergangenen Osterwochenende auf die anspruchsvolle Tiefsandstrecke des MSC Grevenbroich zurück. Für das Becker Racing Team markierte der Saisonauftakt eine erste Standortbestimmung, die beeindruckend ausfiel. Als eine der größten Formationen im gesamten Fahrerlager schickte Teamchef Thomas Becker gleich 11 Piloten in das Rennen gegen den tiefen Boden und das unberechenbare Aprilwetter.
ADAC MX Masters: Spies und Koch unter den Top 7
In der Königsklasse präsentierten sich die Becker-Piloten von Beginn an hellwach. Maximilian Spies setzte bereits im Qualifying mit P3 ein deutliches Zeichen. Im ersten Wertungslauf erkämpfte er sich einen starken 4. Platz. Nach einem schwierigeren zweiten Durchgang (P10) bewies er im Finale auf der mittlerweile extrem zerfurchten Strecke Stehvermögen und sicherte sich P6, was in der Gesamtwertung Rang 6 bedeutete.

Direkt dahinter glänzte Nico Koch durch enorme Konstanz. Mit gewohnt starken Starts setzte er sich früh in der Spitzengruppe fest und spulte mit den Plätzen 7, 8 und 8 ein fehlerfreies Programm ab. In der Endabrechnung belegte er damit den hervorragenden 7. Gesamtrang.

Thomas Vermijl komplettierte das Trio: Er musste den harten Weg über das Last-Chance-Rennen gehen, sicherte sich dort den letzten Startplatz und biss sich in den Hauptläufen tapfer durch die tiefen Spuren (P31, P29, P32).
ADAC Youngster Cup: Ian Ampoorter führt das Mittelfeld an
Im Youngster Cup (250 ccm) zeigten die vier Becker-Fahrer großen Kampfgeist. Ian Ampoorter kristallisierte sich als Fels in der Brandung heraus. Mit einer sehr konzentrierten Leistung (P8, P10, P14) sicherte er sich einen starken 8. Platz in der Gesamtwertung.

Für Staunen sorgte Joshua Völker. Nach einem Sturz direkt am Start des Last-Chance-Rennens startete er eine furiose Aufholjagd, pflügte durch das gesamte Feld bis auf P2 vor und sicherte sich so in letzter Sekunde sein Ticket für die Wertungsläufe. Dort reichte es für die Plätze 30, 27 und 24. Maxime Lucas sammelte mit den Rängen 21, 17 und 27 ebenfalls wichtige Punkte. Ein Wermutstropfen war der Sturz von Lucas Bruhn im zweiten Lauf, bei dem er sich leider verletzte. Das gesamte Team wünscht ihm eine schnelle und vollständige Genesung.
ADAC Junior Cup 125: Mark Tanneberger mit Top-10-Ergebnis
Die 125er-Klasse hatte besonders mit den Wetterkapriolen zu kämpfen. Pünktlich zum Start der beiden Läufe setzte heftiger Regen ein. Mark Tanneberger behielt jedoch den Durchblick. Im ersten Lauf sicherte er sich P10. Im zweiten Durchgang zeigte er echte Nehmerqualitäten. Nach einem Sturz in der ersten Runde lag er auf Platz 32, kämpfte sich aber in einer beeindruckenden Schlussetappe noch bis auf Platz 10 vor. Dies bedeutete den 9. Gesamtrang.

Marius Simonsen und Luca Frank lieferten sich packende Duelle im Mittelfeld. Während Marius im ersten Lauf mit P20 den letzten Meisterschaftspunkt ergatterte, musste er im zweiten Lauf den extremen Bedingungen vorzeitig Tribut zollen. Luca Frank zeigte gute Ansätze, wurde jedoch durch einen Sturz im zweiten Durchgang auf P30 zurückgeworfen.
ADAC Junior Cup 85: Lehrreiches Debüt für Jesko Loberenz
Bei den jüngsten Startern feierte Jesko Loberenz seine Premiere auf der Masters-Bühne. Nach Platz 42 in der Qualifikation rückte er als Ersatzfahrer in den ersten Lauf nach. Nach einem Start im Mittelfeld stürzte er unglücklich und beendete das Rennen auf P33. Da im zweiten Lauf das Feld komplett besetzt war, blieb ihm ein weiterer Start verwehrt – dennoch war es ein wichtiges und lehrreiches Wochenende für das Nachwuchstalent.

Starkes Mannschaftsergebnis
Die geschlossene Leistung des gesamten Kaders spiegelte sich im Klassement wider. Mit Platz 5 in der Teamwertung und Platz 9 in der Young Talent Wertung unterstreicht das Becker Racing Team seine Rolle als eine der führenden Kräfte im deutschen Motocross.
Teamchef Thomas Becker
"Grevenbroich nach sechs Jahren wieder im Kalender zu haben, war eine Herausforderung, die wir als Team gut gemeistert haben. Die Strecke war durch den Regen und die Spuren extrem anspruchsvoll. Ich bin stolz auf die Moral meiner 11 Fahrer. Platz 5 in der Teamwertung ist eine super Basis für die kommenden Wochen."
Vorschau
Lange Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht, denn am 9. und 10. Mai 2026 reist das Becker Racing Team zum zweiten Saisonlauf in das brandenburgische Dreetz, wo erneut tiefer Sand auf die Piloten wartet. Vorher geht es für einige Fahrer des Teams nach Sardinien, wo in Riola Sardo der nächste MXGP Lauf stattfindet.
Fotos:Steffen Schollbach
Online: Stefan Uhlmann